Gründungsmitglieder
ErnstBühler
HansBühler
ErnstDölker
FritzDölker
HansEberhardt
ErnstGessler
ErnstHaigis
AndreasLehmann
KarlRömpp
EugenRömpp
Joh. GeorgRömpp
ErnstSpringmann
Ehrenvorstand
Erwin Gessler
ErwinGessler ✝ 12/2018
Vorstände
2009-xxxxMichael Moses
2004-2009Jens Klumpp
2002-2004Richard Pfau
1992-2002Helmut Pfau
1990-1992Richard Pfau
1965-1990Erwin Gessler
1958-1965Karl Kopp
1948-1958Friedrich Gessler
1935-1939Joh. Georg Römpp
1926-1935Friedrich Kopp
1924-1926Albert Eberhardt
Dirigenten
1924-1926Hermann Mutschler
1926-1930Herr Gießer
1930-1939Eugen Gessler
1948-1984Hermann Bässler
1984-1988Egon Leib
1988-1990Manfred Ozimek
1990-1996Egon Leib
1996-2004Günter Birk
2004-20xxSiegmund Oehler
Geschichte des Musikverein Römlinsdorf e.V.
MVR

Mit sehr bescheidenen finanziellen Mitteln aber dafür mit umsomehr Idealismus haben am 23.11.1924 einige musikbegeisterte junge Männer in Römlinsdorf eine Musikkapelle gegründet. Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, welchen Problemen man sich vor nunmehr 90 Jahren stellen mußte. Sei es bei der Instrumenten- oder Notenbeschaffung, oder dies zu finanzieren, was oftmals ein schier unüberwindbares Hindernis darstellte. Aber dem Optimismus und der Kameradschaft unter den Musikern war es zu verdanken, daß man die Zahl der Mitglieder schon im ersten Vereinsjahr auf fast 50 steigern konnte, wodurch sich dann auch die finanziellen Möglichkeiten verbesserten. Bereits im Jahre 1927 konnte der MVR dann am ersten Wertungsspielen in Alpirsbach teilnehmen. Der straffen musikalischen Leitung des Dirigenten Herrn Gießer aus Horb war es zu verdanken, dass der MVR mit hervorragenden Kritiken Anerkennung erfuhr.

Wie in vielen anderen Vereinen, so hat auch beim MVR der Zweite Weltkrieg Opfer unter den Mitgliedern gefordert. Der damalige Dirigent, Eugen Geßler, hinterließ neben neun weiteren Aktiven eine große Lücke. Erst 1948 war es dann wieder möglich die Kapelle ins Leben zu rufen. Damals hatte man es wohl nicht für möglich gehalten, daß der Dirigent Hermann Bäßler den Verein über 30 Jahre musikalisch leiten wird. Auch unter Herrn Bäßler konnte man sehr gute Ergebnisse bei Wertungsspielen und Doppelkonzerten erzielen. So zum Beispiel einen 1.Rang in Bösingen und einen 1.Rang in der Mittelstufe beim Musikfest des Patenvereins Fluorn, um nur einige zu nennen. Wichtige Meilensteine in der Vereinsgeschichte waren auch die Jubiläumsfeste 1954 und 1964 die beide ein voller Erfolg für den MVR waren.

Das 50 - jährige Jubiläum wollte man jedoch ganz groß feiern, ein halbes Jahrhundert hatte unser Verein nun schon bestanden. Dies war Anlaß genug um in Römlinsdorf 4 Tage den Alltag zu vergessen und sich nur der Musik und Geselligkeit zu widmen. Die Burgenlandkapelle, die den Samstag Abend umrahmte, sowie der Umzug am Sonntag Nachmittag werden vielen Besuchern heute noch in guter Erinnerung sein. Daß das Fest ein finanzieller Erfolg wurde, war zum einen dem Wetter und nicht zuletzt dem Vorstand, Erwin Geßler sowie dem Zusammenhalt innerhalb des Vereines zu verdanken. Der Gewinn aus dem Fest wurde dann auch im selben Jahr noch zum Kauf einer neuen Uniform verwendet.

Nach dem Hermann Bäßler nach über 30 Jahren seinen Dirigentenstab aus gesundheitlichen Gründen übergab, mußte der MVR plötzlich auch die Erfahrung machen, daß es nicht immer so einfach ist einen guten, zuverlässigen und dennoch für den Verein finanzierbaren musikalischen Leiter zu finden. Mit dem Nachfolger von Herrn Bäßler, Herrn Egon Leib aus Winzeln, konnte man jedoch auch einen Dirigenten gewinnen der dieses Amt aus Spaß und Freude an der Volksmusik über 10 Jahre beim Musikverein ausübte.

Das Jahr 1974 brachte für den Ort Römlinsdorf und somit natürlich auch für den MVR eine gravierende Veränderung mit sich. Die Eingemeindung zur Stadt Alpirsbach hatte für den MVR trotz anfänglicher Bedenken nur positive Aspekte. An erster Stelle muß man hier die bessere finanzielle Unterstützung durch die Stadt erwähnen, zudem kann der MVR regelmäßig Kurkonzerte in Alpirsbach und den Teilorten bestreiten. In den letzten Jahren wurde auch die Jugendausbildung des MVR zum großen Teil durch die städtische Musikschule übernommen. Man könnte hier sicherlich noch viele Punkte aufzählen, wie z.B. 1990 der Ausflug zur Partnerstadt Neuville, von denen der MVR in den vergangenen 25 Jahren profitiert hat. Aber auch musikalisch blieb man im Verein nicht stehen. In regelmäßigen Abständen beteiligte man sich an Wertungsspielen innerhalb des Kreisverbandes Freudenstadt. So unter anderem in Göttelfingen und in Rexingen, wo man immer einen 1. Rang in der Mittelstufe erreichte. Auch wurde dann 1980 im Vereinsausschuß der Beschluß gefaßt, daß man wie in anderen Vereinen schon länger üblich auch Mädchen in die Kapelle aufnehmen möchte.

Mit dem Bau der Turnhalle in Peterzell im Jahr 1990 hatte der MVR endlich auch eine Räumlichkeit um Jahreskonzerte und sonstige Veranstaltungen durchzuführen. Auch in Sachen Werbung für Jungmusiker ist der MVR in den letzten Jahren auf die umliegenden Gemeinden Peterzell und Reutin zugegangen und mittlerweile ist ein stattlicher Anteil sowohl in der Jugend- wie auch in der Hauptkapelle vertreten. Ein weiterer wichtiger Meilenstein für den MVR ist der Umbau des alten, "Farrenstalles" in das jetzige Heimbachhaus (Fertigstellung 1997). Hier hat der MVR mit seinem Vorstand Helmut Pfau zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen konnte man endlich einen Proberaum für die jetzigen Bedürfnisse schaffen und zum zweiten wurde gleich ein Raum für Veranstaltungen des Vereines mit eingeplant, was für den Verein auch eine zusätzliche Einnahmequelle darstellt. Die Arbeiten am Heimbachhaus wurden zum größten Teil von freiwilligen Helfern des MVR und der Gemeinde unentgeltlich durchgeführt. Die 80.000,-- DM Eigenleistung wurden durch rund 5000 Arbeitsstunden erbracht. Die Eigenbeteiligung in Höhe von 25.000,- DM wurde größten Teils durch Spenden abgedeckt.

Zwei Jahre später wurden dann die jetztige Uniform angeschafft und im Rahmen eines Konzerts eingeweiht. Seit 2003 haben wir unseren heutigen musikalischen Leiter Sigmund Oehler, der mit seiner kreativen und musikalischen Ader neuen Schwung in das Vereinsleben bringt. Hoffen wir daß dieser Schwung im Heimbachhaus bei den Musikern noch lange Zeit anhält und das Musizieren noch viel Freude bereitet.

Nach dem wir das 80. jahrige Jubiläum nur im kleinen Kreis und ohne Zeltfest gefeiert haben, ist es nun an der Zeit, in das kleine Dörfchen Römlinsdorf mal wieder ein richtiges Zeltfest, 4 Tage lang und mit großem Umzug zu feiern! Hiermit jetzt schon den vielen Helfern ein ganz großes Dankeschön für die Zeit und Hilfe zum guten Gelingen! Ein Fest für das ganze Dorf und Umgebung! Wer weis wann wir das wieder bekommen ... Darum auf zum Fest und fröhlich sein ...

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